Detail des historischen Antriebs
bergbahngeschichte. de - zur Geschichte der Großkabinenschwebe- und Standseilbahnen in Deutschland, Österreich und Südtirol
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... wie alles begann Lange Zeit waren die Berge eine für viele  Menschen un- bekannte  Region.  Mythen und  Sagen rankten sich  um sie; nur die Einheimischen hatten Zugang zu ihnen.Erste Besucher  erkundeten die bis dato unbekannten  Gegen- den zu Fuß, mit Hilfe von Lasttieren und später auch der Sänfte,  wie  am Lichtenhainer  Wasserfall in der Sächsi- schen Schweiz. Mit der  Erfindung der  Eisenbahn begann die Transport- technik in  die Berge  einzuziehen. Am Anfang  waren es die  Adhäsionsbahnen - wie  noch heute  bei der  Harzer Schmalspurbahn zu erleben.  Bestimmte  Anstiege konn- ten jedoch mit reinen Reibungsbahnen  nicht überwunden werden - “schiefe Seilebenen” entstanden, welche mittels Ballast, Schlepplokomotiven oder auch motorischen  Antrieben die Steigungen überwanden. Eine wei- tere Möglichkeit,  starke Anstiege und auch Gefälle zu bezwingen, waren die Zahnradbahnen, noch  heute  in ihrer nostalgisch  schönsten Form mit der  Achenseezahnradbahn in Tirol in  Aktion.  Es folgte schliesslich mit  den Standseilbahnen  eine weitere Form  der  Schienenbahnen. In den  Anfangsjahren mit Dampf-,  Wasser- ballast- und danach mit elektrischen Antrieb setzten sie sich weltweit durch. Noch heute verkehrt in  Wiesba- den mit  der Nerobergbahn eine mit Wasserballast betriebene, nostalgische   Standseilbahn. Mit der Laaser  Marmorbahn existiert in Südtirol eine Standseilbahn im Originalzustand des Jahres 1929. Einen großen Anteil an der Entwicklung und am Bau von Standseilbahnen hatte die Maschinenfabrik Esslingen. Eine Besonderheit ist  die Bergschwebebahn Dresden  als  weltweit erste Großkabinenbergschwebebahn und einzige derartige Anlage, deren Laufwerk nicht auf einem Seil, sondern auf einer Tragschiene geführt wird. Auch der Antrieb durch  eine Dampfmaschine sowie der Vorsetzwagenbetrieb in den Anfangsjahren  sind weltweite  Alleinstel- lungsmerkmale dieser Anlage. Den Schienenbahnsystemen folgten die Seilschwebebahnen.  Es war  der Ver- dienst von Seilbahnpionieren wie Luis Zuegg, Adolf Bleichert, Julius Pohlig & Ernst Heckel, dass diese Bahnen ihren weltweiten Siegeszug antraten. Die Predigtstuhlbahn Bad  Reichenhall ist die älteste, im Originalzustand in Betrieb befindliche  Seilschwebebahn der Welt und auch im niedersächsischen Bad Harzburg verkehrt mit der Burgbergseilbahn eine Seilschwebebahn im historischen Flair. Während in Deutschland mehrere  Bahnen in ihrem historischen Zustand erhalten werden konnten, wurden diese in Österreich und Südtirol durch Neubauten ersetzt, wie am Beispiel der Ifinger Seilbahn Meran 2000 dargestellt.
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