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zur Geschichte der Großkabinenschwebe- und Standseilbahnen in Deutschland, Österreich und Südtirol
technische Hauptdaten Eröffnung: 2. Juni 1928 / Stilllegung: 16. August 1960 / Talstation: Koblenz - Laubach / Bergstation: Berghotel Rittersturz / Höhenunterschied: 93,3 m / Bahnlänge: 408 m / maximale Steigung: 27,6 % / Spurweite: 1000 mm / Antrieb: Gleichstrom-Nebenschlussmotor 550 V, 45 PS / Fahrbetriebsmittel: 2 zu je 50 Plätzen, davon 30 Sitzplätze oder je 3,75 t / Fahrgeschwindigkeit: 2 m/s / Wagenlänge: 6,85 m / Radstand: 4,00 m / Leergewicht: 8,25 t / Kurvenradien: 350 m / Hersteller: Maschinenfabrik Eßlingen         Aufnahmen der Anlage Fotos: KEVAG aus Sammlung Lauterbach
Rittersturzbahn Koblenz
Historisches zur Anlage
Die Rittersturzbahn Koblenz firmiert in der Chronik der Maschinenfabrik Eßlingen unter der Nr. 23 als vorletzte, von dieser bedeutenden Firma erbaute Standseilbahn. Heute sind die Trasse und die Stationsgebäude vollständig verschwunden, nichts erinnert mehr an dieses Zeugnis der Industriege- schichte. Die Anlage gehörte der Koblenzer Elektrizitätswerk- und Verkehrs-Aktiengesellschaft (KEVAG), Betreiberin des Straßenbahn-, O-Bus- und Omnibusnetzes der Stadt. Die Talstation der Standseilbahn lag im Koblenzer Vorort Laubach, direkt an einer Haltestelle der Straßenbahnlinie 3. Von dort aus führte sie zum beliebten Berghotel Rittersturz, welches 1920 errichtet wurde. Vom System her war sie eine eingleisige Standseilbahn mit 100 m langer Ausweiche, die Gleise wurden auf dem leicht gekrümmten Anstieg durch eine Stützmauer getragen. Die Anlage war bereits von Vornherein als reine Ausflugsbahn konzipiert, die beiden Stationen dienten als Wagenhallen und hatten verschließbare Türen. Die Bahn hatte verschiedene Wagengarnituren, in der Anfangszeit waren zwei der drei Abteile nur mit einer halbhohen Blechtür verschlossen. 1930 betrugen die Kosten für eine einfache Fahrt 0,30 RM. Schon zu Beginn des II. Weltkrieges wurde die Bahn vorübergehend stillgelegt, bei einem Bombenangriff am 21. November 1944 wurden die Talstation sowie die Strecke schwer beschädigt. Am 30. Oktober 1948 nahm die Bahn den Betrieb wieder auf. 1951 wurden von Dieben 130 m Fahrleitung und 60 Langschienen entwendet, die Bahn musste wiederum für eine kurze Zeit stillgelegt werden. Bereits in den ersten Jahren nach der Wiedereröffnung lies das Interesse an der Nutzung der Bahn spürbar nach, vor allem bedingt durch die rasche Zunahme des PKW-Verkehrs. Der Betrieb der Bahn gestaltete sich immer unwirtschaftlicher, zudem wären in den nächsten Jahren umfangreiche Instandset- zungsarbeiten notwendig gewesen, speziell die Erneuerung der Stützmauer. Aus den genannten Gründen entschied sich die KEVAG für die Einstellung des Fahrbetriebs, die letzte Fahrt erfolgte am 25. Oktober 1959. Am 16. August 1960 erteilte die Bezirksregierung Koblenz die Genehmigung, den Bergbahnbetrieb dauern einzustellen. Als Ersatz für die Standseilbahn richtete die KEVAG einen "Bergbus" ein, der im Anschluss an die Straßenbahn- linie 3 (Koblenz HbF - Kapellen - Stolzenfels) verkehrte.