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zur Geschichte der Großkabinenschwebe- und Standseilbahnen in Deutschland, Österreich und Südtirol
technische Hauptdaten Höhendifferenz: 186 m / Fahrbahnlänge: 481 m / Tragseildurchmesser: 34 mm / Zugseildurchmesser: 18 mm / Antriebsmaschine mit 40 PS in Bergstation / 2 Fahrbetriebsmittel zu je 18 Personen + 1 Schaffner / Bergungsregime: Umschaltung auf Hilfsantrieb, bei dessen Ausfall abseilen aus der Kabine. Die ursprünglich als Bergewagen konzipierten Montagewagen können nur in einem engen Bereich oberhalb der Talstation zum Einsatz gebracht werden / Besonderheiten: spezieller Aufsatz der Laufwerke auf den Tragseilen; 2 Monatewagen für Seilarbeiten - stationiert in der Talstation / Anlagenhersteller: Bleichert & Co., Leipzig Aufnahmen der Anlage Fotos: E. Schurr
Burgbergseilbahn Bad Harzburg
Historisches
Der Bau einer Schwebebahn auf den Bad Harzburger Burgberg hat eine lange Vorgeschichte. Bereits die Badekommissare  Julius Kalbe und Ernst Dommes hatten einen Bau erwogen, ebenso auswärtige Gesellschaften, wie die Braunschweiger Straßenbahngesellschaft. Im Oktober 1926 fanden sich Vertreter der Stadt Bad Harzburg sowie der Drahtseilbahn  Baufirma Bleichert aus Leipzig zusammen und gründeten eine Gesellschaft für das Bahnprojekt. Im August 1927, nach Klärung aller Fragen wurde die "Gesellschaft bürgerlichen Rechts zur Vorbereitung des Baues von Drahtseilbahnen" gegründet. Für die veranschlagten Gesamtkosten von 350.000 RM stand ein Bankkredit in Aussicht, Stadt und Staat trugen je die Hälfte der Anleihe - die Arbeiten konnten beginnen. Der Bau der ersten Personenschwebebahn Norddeutschlands dauerte nur vier Monate. Am Morgen des 18. März 1929 begannen Werkleute der Firma Nordmann mit der Vermessung des Geländes, kurz darauf begannen erste Arbeiten zum Bau der Talstation. Bei den Ausschachtungen stieß man auf Geröllschichten, ebenso kam es zu Einbrüchen kohlesäurehaltigen Wassers. Bereits einige Tage später begannen die Sprengarbeiten. Die Firma Koch & Winkler sprengte auf etwa zwei Drittel Höhe Löcher für die Gründung der Stütze. Die selbe Firma begann auch mit den Arbeiten für die Errichtung der Bergstation. Ende März gingen die Arbeiten zugig voran, die angesichts des strengen Winters verlorene Bauzeit musste aufgeholt werden. Besondere Schwierigkeiten galt es, bei der Bergstation zu überwinden. Vor fast 1000 Jahren wurde im Auftrage des Kaisers Heinrich IV. die Kuppe des Burgbergs begradigt, um darauf eine Burg zu errichten. Die anfallenden Gesteinsmassen wurden auf den Berghang gekippt. Anstatt die Fundamente in den Fels hineinsprengen zu können, musste ein riesiges Loch im Umfang der gesamten Bergstation ausgeschachtet werden, teilweise bis zu 10 m tief. Erst diese Gründung erlaubte, den Zug der beiden Tragseile aufzunehmen. Ende April konnte die Brauschweiger Firma Marling den Eisenbeton für den Tragturm der Maschinen und die Verankerung der Zugseile einbringen. Diese Arbeiten dauerten über einen Monat. Am 17. Juli 1929 fand schließlich die feierliche Eröffnung der Anlage statt. Nach den Festreden, in dem dem "Kinde Bergbahn" eine baldige Selbständigkeit gewünscht wurde, fuhren die Ehrengäste zu Berge. Bei der festlichen Tafel lobte man die herrliche Aussicht und konstatierte: "Wer nicht mit der Schwebebahn gefahren ist, kennt des Harz nicht.". Um den Besuch des Burgberges noch attraktiver zu machen, wurde sogar die Idee eines Drehrestaurants erwogen - das Schilthorn lässt grüßen. Aber auch ohne diese Attraktion und ohne die Verwirklichung der früheren Ideen einer Weiterführung der Anlage in mehreren Sektionen auf den Brocken - ein Besuch der Anlage ist immer ein Erlebnis. Allein die Wagen, in Deutschland nur vergleichbar mit denen der Predigtstuhlbahn und die nostalgische Technik - auch heute noch Handsteuerung - lassen das Herz eines jeden Nostalgiefans höher schlagen. Wer das ganz Besondere mag: In der Kabine kann während der Fahrt geheiratet werden. Standesbeamte und Wagenführer tragen dabei historische Uniformen. In der Bergstation befindet sich eine kleine, jedoch sehr informative Ausstellung zur Seilbahngeschichte. Auch auf den Brocken gelangt man mit historischer Technik. Die auch heute noch mit Kohledampf betrie- benen Schmalspurzüge der Harzer Schmalspurbahn machen dies möglich. Ausgangspunkt dafür ist die ca. 20 Autominuten von Bad Harzburg gelegene Stadt Wernigerode, auch bekannt wegen ihres, für Besucher offen stehenden, äußerst sehenswerten Schlosses und die durch Fach- werkbauten geprägte Innenstadt mit dem bekannten Rathaus.
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